
Wenn Beschwerden bestehen bleiben
Vielleicht kennst du das:
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Rückenschmerzen trotz „altersentsprechender“ Bandscheibenveränderungen
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Nacken- oder Schulterschmerzen ohne eindeutigen Befund
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Migräne oder Spannungskopfschmerzen
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Reizdarm oder funktionelle Bauchschmerzen
• Schmerzen, die wandern oder sich verändern
• Tinnitus oder Kribbeln in Händen oder Füßen
• chronische Erschöpfung
• Beschwerden, die durch Stress stärker werden
• Symptome, die trotz Behandlung bestehen bleiben
Viele Menschen erleben dabei zunehmende Verunsicherung.
Der Körper wird stärker beobachtet.
Empfindungen wirken bedrohlicher.
Das Nervensystem bleibt in Alarmbereitschaft.
Beschwerden können sich dadurch festigen – auch ohne akute Schädigung.
Neuroplastische Beschwerden verstehen
Das Nervensystem bewertet fortlaufend, ob etwas sicher oder gefährlich ist.
Wenn Schmerzen oder andere Symptome über längere Zeit bestehen, kann das Alarmsystem empfindlicher werden. Das Gehirn reagiert schneller mit Schmerz, Anspannung oder Schutzreaktionen – selbst dann, wenn keine akute Verletzung vorliegt.
Der Schmerz ist dabei nicht eingebildet.
Er ist Ausdruck eines Nervensystems, das gelernt hat, schneller Alarm auszulösen.
Neuroplastizität bedeutet gleichzeitig:
Das Nervensystem kann neue Erfahrungen machen und sich verändern.
Neue Erfahrungen von Sicherheit helfen dem Gehirn, Alarmreaktionen Schritt für Schritt wieder zu regulieren.
Was ist Pain Reprocessing Therapy (PRT)?
Pain Reprocessing Therapy (PRT) ist ein moderner Ansatz aus der Schmerzforschung zur Behandlung neuroplastischer Schmerzen und Beschwerden.
Ziel ist es, das überaktive Gefahrensystem im Nervensystem zu beruhigen und Symptome neu einzuordnen.
Die Methode kombiniert unter anderem:
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Schmerzaufklärung
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Somatic Tracking
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Veränderungen von Angst- und Schutzmustern
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neue Erfahrungen im Umgang mit Symptomen
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Nervensystemregulation
Viele Menschen werden erstmals durch das Buch „Wege aus dem Schmerz“ von Alan Gordon auf diesen Ansatz aufmerksam.
PRT bedeutet nicht, Beschwerden „wegzudenken“.
Es geht darum, die Verarbeitung von Schmerz im Nervensystem besser zu verstehen und neue Sicherheitserfahrungen zu ermöglichen.
Wie die Begleitung abläuft
1. Beschwerden einordnen
Wir betrachten gemeinsam:
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deine Symptome
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bisherige Befunde
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Auslöser und Muster
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Stress- und Schutzreaktionen
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bisherige Erfahrungen mit Therapien
Ziel ist ein verständliches Gesamtbild deiner Situation.
2. Das Nervensystem neu verstehen
Du lernst:
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warum Beschwerden bestehen bleiben können
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wie Schmerz verarbeitet wird
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warum Angst und Aufmerksamkeit Symptome verstärken können
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wie Sicherheit im Nervensystem entsteht
Dieses Verständnis hilft vielen Menschen, Symptome weniger bedrohlich einzuordnen.
3. Neue Sicherheitserfahrungen
Die Begleitung nutzt unter anderem:
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Pain Reprocessing Therapy (PRT)
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Somatic Tracking
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JournalSpeak Schreibübungen
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Nervensystemregulation
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achtsame Exposition
Die Begleitung wird individuell angepasst und orientiert sich an deiner Situation und deinem Tempo.
Bei welchen Beschwerden dieser Ansatz sinnvoll sein kann
Chronische oder noziplastische Schmerzmechanismen können bei unterschiedlichen Symptombildern eine Rolle spielen.
Chronische Schmerzsymptome
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Chronische Rücken- oder Nackenschmerzen
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Fibromyalgie
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Spannungskopfschmerzen oder Migräne
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Kiefergelenksbeschwerden (CMD/TMJ)
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anhaltende Sehnen- oder Gelenkschmerzen
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chronische Bauch- oder Beckenschmerzen
Weitere körperliche Symptome
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Schlafstörungen
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anhaltende Erschöpfung
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Schwindel oder Tinnitus
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Parästhesien (Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle)
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funktionelle Atem- oder Brustbeschwerden
Beschwerden des autonomen Nervensystems
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Reizdarmsyndrom
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Reizblase / interstitielle Zystitis
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funktionelle Herzrhythmusbeschwerden
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komplexe regionale Schmerzsyndrome
Begleitende psychische Belastungen
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Angst
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depressive Verstimmung
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erhöhte Stressreaktionen
Ein wichtiger Hinweis:
Diese Liste dient der Orientierung und ersetzt keine ärztliche Diagnostik. Akute oder neu auftretende Beschwerden sollten immer medizinisch abgeklärt werden.
Verstehen reduziert Unsicherheit
Viele Menschen erleben Entlastung, wenn sie verstehen, wie Schmerz entsteht.
Du lernst:
warum sich Beschwerden festigen können
warum Symptome wechseln können
warum Stress den Körper beeinflusst
wie Sicherheit im Nervensystem entsteht
Dieses Verständnis hilft, Symptome weniger bedrohlich einzuordnen.
Das Nervensystem kann sich beruhigen.
Verstehen kann der erste Schritt zur Veränderung sein.
Online oder vor Ort
Die Begleitung ist online oder vor Ort in Berlin-Hermsdorf möglich.
Ich arbeite mit Menschen aus:
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Deutschland
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Schweiz
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Österreich
Gespräche sind auf Deutsch oder Schweizerdeutsch möglich.
Kennenlernen & Begleitung
NeuroBewegt Begleitung
Die Begleitung erfolgt meist über mehrere Sitzungen hinweg, da Veränderungen im Nervensystem Zeit, Wiederholung und neue Erfahrungen brauchen.
Zu Beginn empfiehlt sich häufig ein gemeinsamer Rahmen von etwa 5–6 Sitzungen im Abstand von 1–2 Wochen.
Eine Sitzung dauert 60 Minuten.
Preis pro Sitzung: 100 €
Online oder vor Ort in Berlin-Hermsdorf möglich.
Im Mittelpunkt deines Prozesses stehen:
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ein besseres Verständnis deiner Beschwerden
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die Beruhigung deines Nervensystems
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der Abbau von Angst- und Schutzreaktionen
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neue Erfahrungen von Sicherheit im Körper
Die Begleitung kann unter anderem beinhalten:
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Schmerzaufklärung & Wissensvermittlung
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Somatic Tracking
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achtsame Exposition
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JournalSpeak Schreibübungen
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Audio-Impulse und Übungen für zuhause
Häufige Fragen
Sind noziplastische Schmerzen eingebildet? Nein. Die Schmerzen sind real. Bei noziplastischem Schmerz ist die Verarbeitung im Nervensystem verändert. Das bedeutet nicht, dass „nichts da“ ist – sondern dass das Nervensystem Schmerzsignale aufrechterhält, auch ohne akute Verletzung. Der Schmerz entsteht im Körper – und wird im Nervensystem verarbeitet.
Können sich neuroplastische Beschwerden verändern? Ja. Das Nervensystem ist lernfähig. So wie sich Beschwerden festigen können, können sie sich auch wieder regulieren. Neue Erfahrungen von Sicherheit helfen dem Gehirn, das Gefahrensignal Schritt für Schritt abzuschwächen. Veränderung braucht Zeit – ist aber grundsätzlich möglich.
Spielt Angst bei chronischen Schmerzen wirklich eine Rolle? Ja. Ein wesentlicher Anteil chronischer oder noziplastischer Schmerzen entsteht durch einen sogenannten Angst-Schmerz-Kreislauf. Wenn das Nervensystem Schmerz als Gefahr bewertet, reagiert es mit Anspannung, Schutzspannung und erhöhter Wachsamkeit. Gefühle wie Angst, Wut, Trauer oder Frust aktivieren dabei das Gefahren- bzw. Alarmsystem im Körper. Das bedeutet nicht, dass der Schmerz „psychisch“ ist – sondern dass Emotionen direkt auf das Nervensystem wirken.
Bedeutet das, ich muss über meine Gefühle sprechen? Nicht zwingend im klassischen Sinn. In der Begleitung geht es nicht um endlose Analyse, sondern darum, unbewusste Stress- und Schutzreaktionen im Nervensystem wahrzunehmen und zu regulieren. Manche Menschen arbeiten stärker über Körperwahrnehmung (z. B. Somatic Tracking), andere nutzen Schreibübungen wie JournalSpeak, um unterdrückte Emotionen sicher auszudrücken. Was sinnvoll ist, klären wir individuell.
Wenn ich einen Befund habe – kann es trotzdem noziplastischer Schmerz sein? Ja. Degenerative Bandscheibenveränderungen, Arthrose oder andere strukturelle Befunde sind häufig normale Alterserscheinungen. Sie erklären nicht immer die Intensität oder Dauer der Schmerzen. Wenn Beschwerden anhalten, obwohl Gewebe verheilt ist oder Befunde mild sind, kann die Schmerzverarbeitung im Nervensystem zusätzlich beteiligt sein.
Ist dieser Ansatz wissenschaftlich fundiert? Ja. Er basiert auf moderner Schmerzforschung zur Neuroplastizität sowie auf Methoden wie Pain Reprocessing Therapy (PRT). Ziel ist es, das überaktive Gefahrensystem im Gehirn zu beruhigen und neue Sicherheitserfahrungen zu ermöglichen.